Geschäftsmodelle und was wir von Autos lernen können

Jannis Friedag – Senior Corporate Finance Advisor

Ich habe heute einen interessanten Artikel in der WiWo gelesen, in dem es um die Automobilhersteller und die zukünftigen Geschäftsmodelle ging. Ich empfehle ihn mal zu lesen, zusammenfassend sagt der Artikel aus, dass sich die Automobilhersteller Gedanken darum machen, dass sie nicht nur Autos verkaufen sondern in der Zukunft Mobilität vermarkten müssen. Daimler in Ulm und Sixti Car Club hier in Berlin machen vor, wie es funktionieren kann. Das ganze ähnelt doch sehr stark dem SaaS-Modell in der IT-Industrie: Car on Demand. Heute Familienkutsche, am Wochenende Cabrio? Peugeot will wohl noch dieses Jahr ein ähnliches Konzept hier in Berlin launchen und ich bin gespannt, was dabei angeboten wird. Kinderkrankheiten haben diese Modelle sicherlich (Wo ist das nächste verfügbare Auto?), aber vor allem in Städten kann dies bei größerer Verfügbarkeit Sinn machen. Das Konzept ist so sicherlich nicht neu, da das Carsharing schon länger lebt, aber durch aktuelle Entwicklungen scheint hier ein interessanter Markt aufzukommen.

Was hat das nun mit IT zu tun? Erst einmal nicht viel. Klar, ohne IT funktionieren diese Systeme nicht oder nicht so komfortabel. Aber grundsätzlich sollte man sich öfters mit seinem Geschäftsmodell beschäftigen, sich andere (auch branchenfremde) Modelle ansehen und gucken, ob man einzelne Aspekte auf sein Unternehmen übertragen kann. Ich habe letzte Woche mit meinen Kollegen ein Seminar zu diesem Thema veranstaltet und wir hatten spannende Diskussionen mit Unternehmern diesbezüglich.

2 Kommentare zu „Geschäftsmodelle und was wir von Autos lernen können“

  1. wo kann ich sagt:

    “Heute Familienkutsche, am Wochenende Cabrio? Peugeot will wohl noch dieses Jahr ein ähnliches Konzept hier in Berlin launchen und ich…” – was meinst du damit?

  2. Hallo,
    Peugeot will wohl in Berlin sein Mu-Konzept starten. Das wird ähnlich wie das Sixti-Konzept funktionieren, ist also klassisch gesehen ein Carsharing-Prinzip. Interessant ist das Wording, da hierbei von einer Prepaid-Karte (Vergleich zur Handywelt) gesprochen wird. Wenn man nun den nächsten Weg geht, wie es bereits Daimler mit car2go gemacht hat (bei car2go registriert man sich und kann jederzeit einen car2go-Smart nutzen, der in ganz Ulm geparkt und nicht reserviert ist), dann kommen wir immer näher zum Modell der Mobilitätsdienstleister anstatt eines Herstellers.

    Das OnDemand-Zahlen für Autos lässt sich also mit der Softwareindustrie vergleichen: Vom Lizenzmodell hin zum SaaS-Modell.

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